Psychodrama

Das Psychodrama nach Moreno ist primär eine gruppentherapeutische Methode. Themen der inneren und äußeren Welt können in einer bewussten Inszenierung nicht nur besprochen, sondern szenisch-spielerisch erlebt, erprobt und durchgearbeitet werden. Der Verlauf eines psychodramatischen Spieles wird durch das therapeutische Handeln des Leiters unterstützt, wodurch die Protagonisten (= Patienten) im Psychodrama befähigt werden, ihre Themen auf die therapeutische Bühne zu bringen, um sie dort durchzuspielen und durchzuarbeiten.

Die Gruppe ist im Psychodrama unmittelbar immer mit einbezogen. Sie stößt Themen an, gibt Spielraum, und bildet den Resonanzboden für die Protagonisten. Die Gruppe bietet damit letztlich auch einen Halt gebenden und Entwicklungen fördernden Rahmen. Deshalb ist die Gruppe in ihrer gruppendynamischen Dimension selbst immer auch Thema des Psychodramas.


Therapeutisches Sandspiel

Das therapeutische Sandspiel ist eine klassische, letztlich an psychodramatischen Kriterien orientierte Einzeltherapie, die in der Sonnenberg Klinik durch das gruppenorientierte Vorgehen zur Methode eines Gruppensandspiels weiter entwickelt wurde. In zwei Sandkästen mit trockenem und nassem Sand werden innere und äußere Bilder gestaltet, wofür viele Miniaturen zur Verfügung stehen, die in ihrer Vielfalt letztlich insgesamt "die Welt im Kleinen" repräsentieren sollen. Der Sand selbst ist dabei tragender Urgrund und auch Teil der Sandbild-Gestaltung.

In Sandbildern können damit Aspekte des eher unbewussten Teils des menschlichen Seelenlebens dargestellt und somit diagnostisch und entwicklungsfördernd genutzt werden. Das therapeutische Sandspiel leistet immer auch einen Beitrag zur Stabilisierung von ich-schwachen Patienten und Patientinnen. In den Gruppen werden darüber hinaus schnell Beziehungen der einzelnen Gruppenmitglieder untereinander sicht- und spürbar. Auch die gemeinsamen Gruppenthemen werden also auf diese Weise einer bewussten Bearbeitung zugänglich.